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Sparplan

Anmerkung
Zur Verdeutlichung wurde hier der (online) Broker Flatex für Beispiele verwendet. Andere Broker haben aber ebenfalls Sparpläne zu verschiedenen Konditionen. Aus meiner eigenen Erfahrung heraus kann ich Flatex zwar empfehlen, es gibt aber auch eine große Anzahl an anderen Brokern die ähnlich / genauso gut sind.

 

Warum Sparpläne nutzen?

Sparpläne sind eine super Sache: Sie sind kostengünstig bzw. teilweise umsonst und können so sehr regelmäßig ausgeführt werden. Sie passen sehr gut zur „set und forget“ Mentalität des passiven Investierens, welches zwar langweilig erscheinen mag, dafür aber auch langfristig sicher(er) zum Erfolg führt. Dadurch, dass man Sparpläne quasi vollständig automatisieren kann, helfen sie beim regelmäßigen sparen und bedürfen keiner/kaum Aufsicht.

Die Kombination aus ETFs und Sparplänen ist vielleicht nicht super sexy, dafür aber konstant, einfach und dadurch (mehr oder weniger) Idiotensicher. Idiotensicher vor Allem deshalb, weil die “Idioten” die Kleinanleger sind, die Nachrichten lesen und Angst bekommen oder denken, sie hätten das nächste “Apple oder Google Unternehmen” entdeckt, dessen Aktienkurs noch komplett unter dem echten Wert steht. Natürlich ist es schmerzhaft, wenn man sieht, wie nach schlechten Nachrichten die Kurse fallen und natürlich gibt es solche unterbewerteten Unternehmen. Aber im ersten Fall kann man eh nichts machen und im zweiten Fall müsste man schon sehr viel Glück haben um ein solches Unternehmen zu finden. Kleinanleger, die auf jede Nachricht mit Käufen oder Verkäufen reagieren sind nur Plankton (und kein SmartPlankton!) – sie werden von den Märkten hin- und her-gespült und dienen letztlich hauptsächlich als Futter für die großen Fische. Nur wenn man sich auf solche Spielchen nicht einlässt kann man langfristig von der positiven Entwicklung des Marktes profitieren.

Was ist ein Sparplan?

Sparpläne funktionieren ähnlich wie Daueraufträge mit denen man z.B. monatlich die Miete überweist. In regelmäßigen Abständen kauft man für einen festen Betrag (meistens mindestens €25 – €50) Anteile von einen bestimmten ETF. Anders als bei Daueraufträgen überweist man jedoch kein Geld auf ein anderes Konto, sondern man “überweist” das Geld an den ETF, welcher einem im Gegenzug Anteile dafür gibt. Wie es Sparpläne gibt, gibt es natürlich auch Entnahmepläne, welche wie Sparpläne nur “andersherum” funktionieren. Anstelle von regelmäßigen Zukäufen werden in vorher festgelegten gleichmäßigen Abständen Anteile verkauft.

Worauf man bei Sparplänen achten sollte

Bei Sparplänen sind einige Punkte zu beachten.

  1. Nicht jeder Fonds ist sparplanfähig, aber viele ETFs sind es.[1]
  2. Es gibt meistens einen Mindestbetrag (€25 – €50).
  3. Auch wenn ein ETF sparplanfähig ist, können trotzdem noch Transaktionsgebühren anfallen.

Die meisten ETFs welche einen größeren Index spiegeln sind sparplanfähig. Sollte ein ETF mal nicht sparplanfähig sein, heißt das noch lange nicht, dass man unbedingt vermeiden sollte ihn zu kaufen, es ist aber sicherlich ein wichtiger Vorteil den man beachten sollte. Wenn man bei Flatex einen Fonds auf seine Sparplanfähigkeit hin überprüft sieht das folgendermaßen aus:

flatex-sparplan-suche

Sollte die Suche nach einer ISIN kein Ergebnis liefern, kann man davon ausgehen, dass der ETF auch nicht sparplanfähig ist[2]. Wenn man ein Ergebnis erhält, kann man direkt sehen, ob ein ETF sparplanfähig ist, oder nicht.

Des Weiteren erhält man hier verschiedene Informationen über den Fonds:

  • Emittent – der Herausgeber des Fonds, in diesem Fall “Blackrock”.
  • Ausgabenaufschlag – Für diesen Fonds beläuft sich der Ausgabenaufschlag auf 0% beim Erwerb im Rahmen eines Sparplans zahlt[3].
  • Rabatt Einmalanlage – Hier uninteressant, da er sich auf den Ausgabenaufschlag bezieht.
  • Sparplan (pro Ausführung) – Hier kann man erkennen, Was die Kosten pro Sparplanausführung sind, für ETFs von Blackrock und Comstage, entfallen sie ganz.

Kosten

Wenn ein ETF sparplanfähig ist, kann man ihn meist sehr günstig oder, abhängig von dem eigenen online Broker und dem Fondsanbieter, auch ohne jegliche Gebühren kaufen. So sind bei Flatex z.B. ETFs von ComStage und Blackrock (iShares) frei von jeglichen Transaktionsgebühren, wenn man sie im Rahmen eines Sparplans kauft.

Da man also im Rahmen von Sparplänen nur sehr geringe oder gar keine Gebühren pro Kauf/Verkauft zahlen muss, kann man auch Sparpläne die regelmäßig zu kleineren Beträgen kaufen anlegen.

Was man beim Abschluss eines Sparplans beachten sollte

Die wichtigsten Informationen bezüglich des Sparplans sind die Zeitangaben. Als erstes legt man den Turnus, also die Abstände der Wiederholung, fest. Hier kann man bei Flatex zwischen “monatlich”, “vierteljährlich”, “halbjährlich” und “jährlich” wählen. Es ist wichtig, dass man möglichst regelmäßig investiert.

Ob monatlich jetzt so viel besser ist als vierteljährlich ist wohl eher Geschmackssache. Klar ist aber, je früher man sein Geld anlegt, je früher kann es im Wert steigen und je regelmäßiger man sein Geld anlegt, umso besser gleicht man die Schwankungen des Marktes aus. Für solche ETFs, welche man kostenfrei im Rahmen eines Sparplans kaufen kann (also jene von Blackrock und ComStage), kann man also auch für geringere monatliche Sparraten verwenden. Wenn man aber eine Gebühr von z.B. € 0,90 bezahlen muss, lohnt es sich nicht, einen monatlichen Sparturnus zu wählen, wenn man jeweils nur für unter €300 kauft. Bei einem Kauf von €300 entspricht € 0,90 immerhin 0,30% des Kaufpreis, das ist natürlich nicht sehr viel, aber gerade solche geringen aber wiederkehrenden Kosten sollte man vermeiden bzw. so niedrig wie möglich halten. In diesem Fall würde sich also ein viertel- oder halbjährliches Intervall eher anbieten, wenn man dafür dann direkt zu einem etwas höheren Betrag kaufen kann.

Ein weiterer Vorteil des monatlichen Turnus ist sicherlich, dass man so direkt einen Teil des z.B. Gehalts, welches man monatlich erhält, benutzt und nicht in Versuchung gerät, es für andere Dinge auszugeben. Hilfreich hierbei ist, dass man meistens angeben kann, ob man am 1. Tag oder am 15. Tag des Monats den Sparplan ausführen möchte. Hier könnte man also den Tag wählen der näher an der letzten Gehaltszahlung liegt.

Als letztes kann man noch festlegen, wann der Sparplan das erste und wann das letzte Mal ausgeführt werden soll. Wenn man sich noch nicht sicher ist, wie lange man den Sparplan laufen lassen möchte, kann man hier ohne Bedenken <offen> wählen, da man ihn noch jederzeit ändern, für einen gewissen Zeitraum pausieren (aussetzen) oder auch komplett stornieren (und wieder neu aufsetzen) kann.

[1] Ob ein ETF via Flatex sparplanfähig ist, kann man hier herausfinden.

[2] Zumindest nicht bei Flatex, bei anderen Anbietern kann es dennoch möglich sein, den Fonds im Rahmen eines Sparplans zu erwerben.

[3] Man sollte auf keinem Fall einen Ausgabenaufschlag zahlen. Dieser wird nur von Banken erhoben wenn man Fonds über sie bezieht. Wenn man Fonds direkt über eine Börse (oder außerbörslich) bezieht, fällt kein Ausgabenaufschlag an.